7 Tage Detox

Gelegentliches Fasten ist die beste Heilnahrung.

Ebo Rau (deutscher Mediziner)


Achtung – Langer Post!

Einen schönen März!
Jetzt ist der letzte Post doch schon eine Weile her, was allerdings damit zu tun hatte, dass ich eine Art Selbstexperiment gewagt habe.
Heute geht es ein mal ums Fasten.
Nach meinem Kaffee-Detox (hier) und meinem Social-Detox (hier), musste natürlich auch mal ‚ein normaler‘ Detox sein.

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Vorweg: Zunächst hatte mein Fasten keinen religiösen Hintergrund. Ich habe auch keine Saftkur oder Buchinger Heilfasten gemacht, sondern mir eine eigene ‚Kur‘ zusammengestellt. Natürlich bin ich keine Ärztin (das wäre sonst mit dem Jurastudium nebenbei ziemlich beeindruckend) und rate jedem dazu, bevor man irgendeine Umstellung der Ernährung vorhat, sich genug zu informieren und gegebenenfalls Risiken mit einem Arzt oder Heilpraktiker abzusprechen.
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Und damit rein in meine 7 Tage Detox Kur:


Der Grund bzw. der Auslöser

Alles, was mit Verdauung zu tun hat, wird immer so gerne tot geschwiegen im Internet. Und ganz ehrlich… ich werde auch nicht wirklich darüber sprechen (weil es auch hier nicht wirklich das Thema ist). Aber wenn Du dieses Thema als peinlich oder unangenehm empfinden solltest, empfehle ich Dir das Buch ‚Darm mit Charme‘ von Giulia Enders. Es lohnt sich, mal reinzulesen!
Aber anyways… zurück zu dem Beweggrund, eine Woche lang auf so viele leckere Sachen zu verzichten.
Dieser war, dass ich mich einfach wieder wohler und fitter fühlen wollte. Seit Weihnachten war bei mir, was Ernährung und Fitness betraf, irgendwie der Wurm drin und das ist normalerweise nicht meine Art.
Und als mir dann nach einem Abend mit Pizza, Kokoslikör (aufgrund einer gewissen TV-Show mit Rosen) und Chips so schlecht wurde, wie schon lange nicht mehr, habe ich mich dazu durchgerungen und das Startdatum gesetzt.
Natürlich hat mich auch die Beauty-Komponente interessiert, dazu komme ich aber ein wenig später.
Jedenfalls war das der Schubser, der ‚den Stein ins Rollen brachte‘.


Der Plan

Natürlich kann man auf viele Art und Weisen ‚detoxen‘. Wie oben schon genannt, gibt es das Heilfasten nach Buchinger, Saft- und Smoothiekuren, Suppenfasten, Intervallfasten, Basenfasten und und und. Jedoch bin ich kein Fan von Komplettverzicht und habe mir aus verschiedenen Arten etwas Passendes rausgefiltert, wodurch B8/16 entstanden ist.
Es ist eine Mischung aus einer basenüberschüssigen Ernährung, gepaart mit der 8/16er Form des Intervallfastens (Genaueres zu den Lebensmitteln folgt gleich).
Auf jeden Fall habe ich mich nach dem Raussuchen einer geeigneten Methode tagelang belesen, informiert und schließlich einen Plan zusammengestellt, welchen ich nach Möglichkeiten auch durchziehen wollte.
Unter anderem wollte ich neben der Ernährung auch täglich Yoga, ein leichtes Workout in Form von Spaziergängen, leichtem Pilates oder Ähnlichem integrieren und jeden Tag mindestens 2l Flüssigkeit (wovon min. 1l Wasser) zu mir nehmen.
Um nichts zu vergessen, haben ich in der Zeit Tagebuch geführt und in meinem Planer die tägliches Ziele – zu der Belustigung meines Freundes -abgehakt.


Was erlaubt war und was nicht

Leider muss bei den meisten Ernährungsumstellungen und Kuren auf die geliebten Süßigkeiten, Weizennudeln, Kaffee und Alkohol verzichtet werden. So natürlich auch bei dieser.
Ehrlich gesagt fielen mir Kaffee und Alkohol überhaupt nicht schwer, da ich – durch den Kaffee-Detox – generell kaum noch Kaffee trinke und selbst Rotwein (trotz des Blognamens) ebenfalls nur noch selten in mein Glas kommt. In Bezug auf andere Dinge sah das schon anders aus. Aber da musste ich durch, um es… naja… wirklich durchzuziehen.
Sehr geholfen hat mir dabei übrigens die Übersicht von Zentrum der Gesundheit (Klick), wobei ich sagen muss, dass ich mich, wie erwähnt, lediglich basenüberschüssig und nicht gänzlich basisch ernährt habe.


Do’s & Don’ts – Ein Überblick:

Erlaubt
Basisch: alle Obstsorten, alle Gemüsesorten (auch Kartoffeln!), Kräutertees, Gemüsebrühe, Gewürze, Smoothies (100% natürlich) und Wasser
Gute Säurebildner: Haferflocken, Roggenvollkorn, Vollkornreis, Honig, Reiswaffeln (letzten beiden umstr. wozu sie nun gehören), Grüner Tee
Neutral: Butter, Buttermilch

Nicht erlaubt
Tierische Produkte jeder Art (Milchprodukte – außer die o.g. Neutralen, Fleisch, Ei, Fisch, etc.), Zucker, Weizen, Süßigkeiten, Früchtetee, Alkohol (Rotwein wäre sogar ok gewesen), Kaffee, Kohlensäure, Vorproduziertes, und und und.


Die Umsetzung

Mein Tagesplan sah wie folgt aus:

6 Uhr
Aufstehen

7 Uhr
Yoga

8 Uhr
Frühstück – so gut wie immer Haferbrei mit Honig, Früchten und dazu einen grünen Tee

10 Uhr
Snack 1 – meist Obst, ein Smoothie oder worauf ich so Lust hatte

12/13 Uhr
Mittagessen – fast jeden Tag Gemüse mit Reis, selbstgemachter Tomatensoße oder einem Kartoffel-/Süßkartoffelmix und an einem Tag Spinat mit Alpro von Iglo (kann ich nur empfehlen!)

14 Uhr
Snack 2 – wieder Obst, Gemüse oder eine sonstige Kleinigkeit

16 Uhr (bzw. kurz vorher)
‚Abendbrot‘ – meist Roggenvollkornbrot (ohne Zucker) oder Reiswaffeln mit Butter und dazu Salat oder Gemüse

18 Uhr
Leichtes Workout

20 Uhr
Abendtee – Melisse oder Fenchel (beruhigt und entspannt)

22 Uhr
Schlafen


Meine neuen Lieblinge

Während der Zeit habe ich drei Dinge besonders für mich (neu- oder wieder-)entdeckt.
Das wäre zum einen Tupperware. Ich glaube es gab nichts, was mir die Woche so erleichtert hat, wie mein 4€ Tupperdosen-Set von IKEA. So konnte ich in der Bahn und generell unterwegs meine gesunden Snacks naschen, was sich tatsächlich echt gut angefühlt hat.
Zudem habe ich das erste Mal Zoodles (Zucchini Nudeln) ausprobiert und lieben gelernt. In meinen Augen eine tolle Alternative zu herkömmlichen Spaghetti. (Und das von der Pasta Queen Nummer 1)
Und meine dritte Liebesbekundung gehört – wie auch vorher schon, also eine Wiederentdeckung – Haferbrei!
Ich habe auch vorher schon fast jeden Morgen Haferbrei gegessen, jedoch immer eher nach dem Motto ‚Look at me – I am healthy‘ mit gezuckertem Müsli und anderen Toppings, die nicht wirklich healthy sind.
Doch nach dieser Woche habe ich erst gemerkt, wie gut es dem Körper tut, vor allem wenn man nach dem Motto „Weniger ist mehr“ geht.
Lieber weniger crunchy Toppings und dafür mehr Früchte, dann ist Haferbrei eines der besten Frühstücke, die man sich antun kann.
I’m obsessed.


Mein Fazit

Komm ich nun zu dem, worauf Du vermutlich schon seit des Zitates oben wartest.
Da ich nicht mit großen Erwartungen rangegangen bin, konnten diese weder übertroffen, noch enttäuscht werden.
Jedoch kann ich sagen, dass ich mich wirklich besser gefühlt und eine genauere Wahrnehmung für die Dinge, die ich esse, bekommen habe.
Dazu habe ich das morgendliche Yoga beibehalten und lasse nun tatsächlich fast gänzlich tierische Milchprodukte (außer Butter und laktosefreien Käse) weg.
Auch meine Haut hat sich verbessert, welche durch ein auf und ab von Hormonumstellung in den letzten Monaten sehr gelitten hat.
Ich habe bestimmt auch einen oder zwei Kilogramm abgenommen, was ich jedoch nur anhand meiner eigenen Körperwahrnehmung und nicht aufgrund täglichen Messens sagen kann.
Alles in allem war es eine tolle Erfahrung und hat mir in ein paar Dingen ‚die Augen geöffnet‘. Zwar gab es keine all zu großen AHA-Momenten, jedoch war es alles andere als eine Zeitverschwendung.
Dazu muss man aber auch erwähnen, dass 7 Tage natürlich keine Ewigkeit sind. Vielleicht wäre mein Fazit nach einem Monat anders.
Aber mal sehen, was sich in Zukunft noch so ergibt.

Um es kurz zu sagen:
Ich bin stolz, es 7 Tage, trotz ein paar süßer Versuchungen, durchgehalten zu haben und die Erfahrung war es auf jeden Fall wert.

Hast Du schon einmal etwas vergleichbares ausprobiert?
Lass es mich doch gerne in den Kommentaren wissen!
Ich freue mich über jede Meinung!

Bis zum nächsten Mal!
Und nicht vergessen…
Denk an Deine Balance.

Lina Marie ⚖️




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