Wie wichtig sind Vorlesungen?

Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.
– Leonardo da Vinci

Und damit Hi und Herzlich Willkommen zu einer weiteren Runde – was auch immer.
Diesmal beschäftige ich mich mit einem meiner Lieblingsthemen: VORLESUNGEN.

Zunächst erstmal möchte ich die typischen Fragen beantworten:
Gehst du zu Vorlesungen? Wie oft? Wie lange?

Meine Antwort:
Die ersten Semester war ich GAR NICHT in der Uni. Erstaunlich oder? Ich habe alles, also wirklich ALLES von zu Hause aus gemacht. Nicht mal eine Arbeitsgemeinschaft habe ich mitgenommen.
Bis ich in Bredouille kam: Die letzte Klausur der Zwischenprüfung.
Ich musste sie bestehen. Also bin ich hingegangen – und HEY, das hat wirklich was gebracht!
Seitdem schaue ich öfter mal rein und höre den Dozenten zu, was sie als wichtig und was sie als unwichtig empfinden.

Also um es mal so zu sagen:
Vorlesungen können echt hilfreich sein!
Dabei liegt die Betonung auf können.
Ob sie es tatsächlich sind, hängt von vielen Faktoren ab:

1. Die Tageszeit
Natürlich kommt es auch hier drauf an (Weil es überall auf irgendwas ankommt. Wir sind schließlich Juristen.), ob Du dich besser vormittags/mittags/nachmittags oder abends konzentrieren kannst. Denn bei Vorlesungen geht es vor allem um eins: zuhören!
Ich persönlich kann einem Dozenten besser um 10 Uhr als um 18 Uhr folgen.
Aber – jedem seins!

2. Der Dozent
Das ist denke ich selbsterklärend. Falls nicht, ein Beispiel:
Meine eine Freundin mag Professor X, weil er viel redet und Fälle ausgiebig erklärt. Ich mag Professor Y, weil er oft abschweift und mehr drumherum zum Verständnis erzählt. Meine Freundin mag aber Y und ich X nicht. Und mein Freund? Der geht zu beiden gerne. As easy as it is.

3. Das Fach
Egal, wie man es dreht und wendet. Man landet immer wieder bei dem Thema, dass Strafrecht einfach interessanter ist, als Zivilrecht. (Jedenfalls finden das bestimmt 80%.)
Und so ist das dementsprechend auch bei Vorlesungen!
Ich sitze lieber in Strafrecht als in Sachenrecht. Einfach, weil die Fälle und Beispiele eher zum Schmunzeln, Nachdenken und Erstaunen anregen! (Obwohl ich auch schon in interessanten Vorlesungen im Sachenrecht beim oben erwähnten Prof. Y war!

4. Dein Frühstück
Ja. Richtig gehört. Das hat etwas mit Deinem Wohlbefinden zu tun.
Wenn Du zu viel frühstückst, oder irgendetwas, was Dir den ganzen Tag quer im Magen liegt,
oder Dir sogar Bauchschmerzen macht, dann ist es effektiver zu Hause zu bleiben, als in einer Vorlesung zu sitzen und nur dem Grummeln deines Bauches, anstelle dem Professor zuzuhören.
An solchen Tagen: Ab unter die Decke mit einem Fallbuch und Tee trinken.

5. Deine Stimmung
Ähnlich wie 4., also kurz abzuarbeiten.
Wenn Du Dich einfach nicht gut fühlst, schlecht drauf bist, etc.,
dann bleib zu Hause, mache Sport und setz dich an deinen Schreibtisch mit Schokolade,
Tee oder Kaffee.
ABER: Manchmal tut eine Vorlesung auch gut, um mal rauskommen, Kommilitonen zu treffen, und vielleicht sogar den süßen Typen von der letzten Jura Party.
Ob das dann so effektiv ist, naja… aber immerhin geht einem dann besser ?.

6. Dein Schlaf
Natürlich spielt Schlaf eine große Rolle.
Wenn man so halb schlafend bereits durch den ganzen Tag gewandelt ist, dann wird man die Schreibbank (also die Tischfläche) in den Vorlesungsräumen eher als Ablage für den Kopf und weniger für die Schreibutensilien nutzen.
Mittagsschlaf machen, Kaffee oder einen schwarzen Tee trinken (oder zum Pocket Coffee greifen)
und dann versuchen, zu Hause wenigstens noch 3 Stunden effektive Lernzeit reinzubekommen.

7. Deine To Do Liste
Ja, richtig. Die To-Do Liste.
Damit meine ich auch wirklich die Liste, welche man sich jeden Morgen schreibt/schreiben sollte
oder zumindest in seinem Kopf hat.
Ist diese nämlich zu lang, wird man während der Vorlesung hauptsächlich nur daran denken,
dass noch eine Ladung Wäsche in der Maschine ist, man noch zum Einkaufen fahren muss
und das Schlafzimmer – davon will ich gar nicht erst anfangen.
Die To-Do Liste ist eher vorlesungskompatibel,
wenn hauptsächlich ‚Lernen‚ und ‚Vorlesung 14:30-16:00 bei Prof. Dr. XY‚ draufsteht.

Unterm Strich musst Du natürlich selber für Dich rausfinden, wie Du am Besten lernen kannst. Für mich ist es Mix aus Vorlesungen und einem guten Maß an Eigenarbeit zu Hause im Schlafanzug mit einem Tee und vor allem was Süßem. (Meine Tipps fürs Lernen zu Hause folgen.)
Anyways.

Ich hoffe, dass ich ein wenig zusammenfassen konnte, wann und wie und vor allem wann Vorlesungen nichts bringen. Abschließend möchte ich noch auf etwas hinweisen, was mir oft aufgefallen ist (bei anderen und bei mir selbst) und das ist Folgendes: Auch wenn ihr in Vorlseungen geht, Lernen muss man trotzdem. Vorbereiten, Nachbereiten und dort sein, reicht leider nicht. Professoren können in 1,5 bis 3 Stunden in der Woche leider auch nicht alles ansprechen, was wichtig ist. Klar gibt es manchmal die ein oder andere Einschränung. Aber bitte – Ruh Dich niemals nur auf den Vorlesungen aus.

Wenn Du zu diesem Thema noch ein wenig mehr wissen möchtest, Kommentare stehen Dir frei zur Verfügung!
In diesem Sinne.

 




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