Meine Zeit bei The Voice of Germany

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Friedrich Wilhelm Nietzsche


Hallöchen!

Ich hoffe, es geht Dir gut und dass Du vom Prüfungsstress ein wenig verschont wirst!
Ich leider nicht….
Aber das ist egal.
Denn heute soll es mal um ein etwas anders Thema gehen:

Meine Erfahrungen bei The Voice of Germany!

Vielleicht hast Du ja zufällig damals meine Staffel geschaut
oder anhand meines Namens schon herausgefunden,
dass ich 2016 eine Kandidatin bei der deutschen Musikshow war.

Frage 1: Wie weit bin ich gekommen?

Ich kam in die Blind Audition, die auch ausgestrahlt wurde.
Aber dafür muss ich ein wenig weiter ausholen.
Etwas schade an dem Format ist, dass man nicht sieht,
wie weit man wirklich schon gekommen ist,
wenn man ‚nur‘ die Blind Addition erreicht.
Denn Tatsache ist: bevor man überhaupt auf der Bühne vor 600 Leuten
und – bei mir 4,3 – Millionen Zuschauern zu Hause stehen darf,
muss man erstmal mehrere Stationen durchsingen.

Die Erste ist das Vorcasting in einer ausgewählten Stadt…
diese Stufe fiel für mich weg, aber dazu gleich.
Die zweite Station ist dann in Berlin,
wo man noch einmal vor eine Jury kommt und 2-3 Runden durchläuft
und zum Schluss dann angerufen wird,
ob man es in die Blind Audition schafft.
Und schließlich dann die Shows, welche man im Fernsehen sieht.

Ich weiß die genaue Zahl der Bewerber nicht,
welche sich in meinem Jahr beworben haben,
aber es waren wohl ein paar Tausende, von den nur 150 weiterkamen.
(Man sieht: es wird doch schon ziemlich ausgesiebt)

Bei mir war das folgendermaßen:
Ich habe mich damals für das Casting in Köln beworben mit Video,
YouTube Channel und den ganzen anderen Angaben,
die man machen sollte.
Jedoch hab ich mich dann anders entschieden und abgesagt.
Damit war die Sache auch schon gegessen eigentlich.

Doch dann wurde ich von The Voice direkt angeschrieben,
ob ich es nicht doch versuchen wollte,
vermutlich wegen der YouTube Videos, etc…
Auf jeden Fall wurde ich dann nochmal zu den Last Chance Days in Berlin eingeladen,
was ich mir natürlich nicht entgehen ließ.

Geplant, getan und eine Woche später ging es samt Gitarre nach Berlin.
Dort habe ich dann die Stationen durchgesungen
und wurde nach ungefähr einem Monat angerufen mit der Nachricht,
dass ich es in die Blinds geschafft habe.
(Ich bin kreischend durch den Garten gelaufen)

Also wieder Sachen gepackt und zwei Wochen später war ich dann
bei den Dreharbeiten von The Voice of Germany.

Frage 2: Was sieht man nicht?

Natürlich kann ich nicht auf alle Einzelheiten eingehen,
Verträge gab es schließlich auch.
Aber was ich ganz nach vorn stellen kann:
Man kriegt leider wenig davon mit,
wie gut man sich untereinander versteht!
Damit meine ich nicht nur die super nette Crew,
Band und Gesangschoaches,
sondern auch vor allem die anderen Kandidaten.
(Gruß an alle, an diesem Punkt!)
Besonders in der ersten Zeit denkt niemand an Konkurrenzdruck,
ganz im Gegenteil.
Wir haben jeden Abend zusammen gesungen,
waren essen, zusammen einkaufen
und haben die Zimmeraufteilung in den Hotels irgendwann
nicht mehr sooo ernst genommen.

(ich bin die am Klavier)

Es war echt eine schöne Zeit.

Zumal ich dort nicht nur neue Freunde gefunden,
sondern auch einen der wichtigsten Menschen meines Lebens  kennengelernt habe.
Meinen Freund.
Wie innig die Freundschaften werden,
wird meist nur durch kleine Augenblicke,
wie die Verteilung der Battle Partner oder bei den Proben sichtbar.
Und trotz unter anderem längerer Drehtage,
ist es durch die Gruppe, welche für die Zeit wie eine kleine Familie ist,
echt erträglich.

Frage 3: Wie war meine Blind Audition?

Also meine Blind – in welcher ich übrigens Catch and Release
von Matt Simons
gesungen habe – ging damit aus,
dass sich niemand umdrehte.
Dabei muss ich jedoch sagen, dass es meistens weniger am Gesang,
sondern eher an den Songs liegt.
Diese sucht man sich nicht selber aus,
sondern kriegt sie vorher zugeschickt.
Wenn einem der Song nicht liegt,
kann man wohl gemeinsam mit dem Team einen Neuen aussuchen.

Das ist vor allem deshalb so,
weil die Jury ansonsten den gleichen Song 20 mal hören würde,
was natürlich weniger optimal wäre.
Deshalb wird genau geschaut, welche Stimme zu welchem Song passt
und danach entschieden, was man singt.
Leider hatte ich mit meinem Song nicht so ein großes Glück.
Zwar war es ein ganz schönes Lied,
jedoch zeigte es nicht das volle Potenzial meiner Stimme.
Jedenfalls hat es für die Battles bei mir – wie übrigens
bei meinem Freund auch – nicht gereicht.
Und wie es üblich ist, verbeugt man sich dann
und geht hinter die Bühne,
wo dann die Familie auf einen wartet.
Normalerweise.
Bei mir stand nämlich, neben meiner Familie und Lena Gercke,
auch noch Yvonne Catterfeld, Andreas Bourani
und Smudo von den Fantas da,
um mich abzufangen.

Sie haben mit mir geredet, dass ich ich eine tolle Stimme hab
und unbedingt wiederkommen soll.
Leider wurde das am Ende nicht mehr ausgestrahlt,
aber der Moment war trotzdem toll!
Und das zeigt, wie lieb die Coaches wirklich sind.
Auch hinter der Kamera.

Naja nach meiner Blind sind wir alle noch essen gegangen
und damit war der Moment auch schon vorbei.
Das letzte was noch anstand, war dann die Ausstrahlung im Oktober.
(Die Dreharbeiten waren bereits im Juni/Juli)
Und jeder, der irgendwann mal zu The Voice möchte, muss ich direkt sagen:
die Ausstrahlung ist noch mal anders,
als das, was gefilmt wurde und was man so mitgekriegt hat.
Darauf sollte man sich einstellen.
(Ist denke ich normal im Fernsehen)

Aber zusammenfassend kann ich sagen,
dass mir The Voice of Germany persönlich sehr viel gebracht hat.
Nicht nur habe ich Kai – so heißt mein Freund – kennengelernt,
sondern auch meine Gesangstechnik durch Tipps der Anderen verbessert,
habe Freunde dazu gewonnen
und zu guter Letzt bin ich daran gewachsen.
Und alleine deshalb war es eine tolle Erfahrung.

Frage 4: Würdest Du noch mal mitmachen?

Derzeit konzentriere ich mich lieber auf mein Studium.
Aber wer weiß, was noch so kommt…
Allein schon wegen der After-Show-Party würde es sich lohen! ?


Und damit entlasse ich Dich auch schon wieder in die große Welt
außerhalb dieses Blogs.
Solltest Du noch weitergehende Fragen bezüglich The Voice haben,
schreibe mich gerne an!

Beitragsbild-Rechte: Sat1/ProSieben

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